In der Restitutionsdebatte in Tschechien hat das Abgeordnetenhaus einem Änderungsvorschlag, der die Besteuerung der Restitutionen vorsieht, zugestimmt. Jiří Silný erklärt, wie es dazu gekommen ist und was das für die Religionsgemeinschaften bedeutet.
Über die Autokephalie der Orthodoxen Kirche der Ukraine werden hitzige Debatten geführt. Konstantin Sigov ruft in Erinnerung, dass aus theologischer Sicht alle orthodoxen Kirchen den einen Leib Christi bilden. Diese Einheit ist tiefer als alle ethnischen, politischen oder linguistischen Unterschiede.
Am 15. Dezember hat ein Vereinigungskonzil in der Ukraine das Oberhaupt der neuen autokephalen Orthodoxen Kirche der Ukraine gewählt. Nicholas Denysenko identifiziert drei zentrale Herausforderungen, vor denen die neue Kirche nun steht.
Vor 100 Jahren wurde die Tschechoslowakei gegründet. Welche Rolle die Kirchen dabei gespielt haben, wie sie damals zum neugegründeten Staat standen und wie sie dem historischen Ereignis heute gedenken, erklärt der Kirchenhistoriker Peter Morée.
Vom 9. bis 12. Januar 2019 fand die erste IOTA-Konferenz zum Thema „Panorthodoxe Einheit und Konziliarität“ statt, an der fast 300 Akademikerinnen und Akademiker ihre Forschung präsentierten. Dabei wurden zahlreiche theologische und kirchenhistorische Themen diskutiert.
Anlässlich des Vereinigungskonzils vom 15. Dezember, an dem das Oberhaupt der neuen autokephalen Orthodoxen Kirche der Ukraine gewählt wurde, blickt Bohdan Ohultschanskyj auf die Spaltungen und Bemühungen um Autokephalie in der Ukraine seit den 1990er Jahren zurück.
In der Debatte um die Autokephalie für die Ukrainische Orthodoxe Kirche wird oft kanonisch oder historisch argumentiert, dabei bleibe die konkrete Situation der Betroffenen auf der Strecke, erklärt Cezar Marksteiner-Ungureanu; deshalb plädiert er für einen sozialethischen Ansatz.
John Chryssavgis, griechisch-orthodoxer Priester in Amerika und theologischer Berater des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios in Umweltfragen, nimmt zu den Spannungen zwischen den Patriarchaten von Moskau und Konstantinopel in der Ukraine-Frage Stellung.