Nachrichtendienst östliche Kirchen
Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen in Belarus blicken Natallia Vasilevich und Ingo Petz auf die Ereignisse zurück und schildern kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen seither.
Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter großem Druck und leidet an einem schlechten Image. Andriy Fert stellt die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Stimmung, Meinungen und Befürchtungen ihrer Mitglieder untersuchte.
News
HINTERGRUND
Seit ihrer Unabhängigkeit herrschte in der Ukraine ein neutrals Modell des Kirche-Staat-Verhältnisses, das zunächst auch Präsident Volodymyr Zelenskyj förderte. Erst Russlands Vollinvasion änderte das, wie sich aber das System künftig gestalten wird, hängt laut Dmytro Vovk von mehreren Faktoren ab.
Ende August hat Papst Leo XIV. ein Schreiben veröffentlicht, mit dem er das Gesetzbuch für die katholischen Ostkirchen anpasste. Neu dürfen die Bischofssynoden dieser Kirchen einen Patriarchen seines Amts entheben. Jiří Dvořáček erläutert die Hintergründe dieser Neuregelung.
Im Juli ist ein neues Buch von Patriarch Kirill zum Thema Krieg erschienen. Das unabhängige russische Online-Medium Meduza hat Ilya Venyavkin gebeten, das Buch zu lesen und Kirills Ideologie zu erläutern.
Während über die Zukunft der Ukrainischen Orthodoxen Kirche vor Gericht entschieden wird, zeigen viele Ukrainer*innen Wissenslücken über die Kirche. Das hat sich in einer Umfrage im Rahmen einer ZOiS-Studie im Frühsommer 2026 gezeigt.
DOSSIER

Gesammelte NÖK-Meldungen über die Situation und das Handeln der Kirchen im dritten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Der Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 2. Kriegsjahr

Die Situation und das Handeln der Kirchen im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
PUBLIKATIONEN

Ungarn und Armenien haben richtungsentscheidende Wahlen hinter sich. Am 12. April feierten tausende Menschen ausgelassen auf den Straßen Budapests die Abwahl der illiberalen Demokratie von Viktor Orbán. Mit dem Regierungswechsel hoffen viele Menschen in Ungarn auf eine Neuausrichtung ihres Landes. Die neue Regierungspartei Tisza hat bereits einige institutionelle und personelle Änderungen vorgenommen. Für einen wirklichen Abbau der von Orbán errichteten illiberalen Demokratie bedarf es jedoch einer grundlegenden Änderung des Wahlsystems. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Kirchen und Staat ist eine Normalisierung zu erwarten. In Armenien fanden am 7. Juni ebenfalls richtungsweisende Wahlen unter schwierigen außenpolitischen Bedingungen statt. Nach dem Friedensabkommen mit Aserbaidschan ging es auch um den Umgang mit der neuen geopolitischen und sicherheitspolitischen Lage.
HINWEISE

Pro Oriente Emerging Scholars
Academic year 2026/2027
Phase I: online
Phase II: Vienna

Gesellschaft und Kirche in einem Land an der Ostgrenze der EU
Veranstaltungsreihe "Listen to the East!"
20. Oktober 2026
18:00 - 19:15 Uhr
via Zoom
in englisch und deutsch mit Übersetzung

Das Bild des Menschen in der orthodoxen Kirche
26. Oktober 2026
13:30 - 20:00 Uhr
Ostkirchliches Institut der Universität Würzburg



