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Nachrichtendienst östliche Kirchen

Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen in Belarus blicken Natallia Vasilevich und Ingo Petz auf die Ereignisse zurück und schildern kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen seither.

Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter großem Druck und leidet an einem schlechten Image. Andriy Fert stellt die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Stimmung, Meinungen und Befürchtungen ihrer Mitglieder untersuchte.

News

07. Mai 2026
Der Hl. Synod der Georgischen Orthodoxen Kirche (GOK) hat Ende April drei Kandidaten für die Wahl des neuen Patriarchen bestimmt. Die meisten Stimmen erhielt Metropolit Schio (Mujiri), der seit 2017 als Locum tenens der GOK amtet. Die beiden anderen Kandidaten sind die Metropoliten Grigol (Berbichashvili) und Iob (Akiashvili), die je sieben Stimmen erhielten. 20 Mitglieder des 39 Bischöfe zählenden Hl. Synods wählten Schio. Bischof Grigol (Katsia) erhielt zwei Stimmen, Bischof Dositeoz (Bogvera…
07. Mai 2026
Ein ukrainisches Appellationsgericht hat eine Klage der Metropolie Kyjiw der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) gegen den Staatsdienst der Ukraine für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit und dessen Leiter, Viktor Yelenskyi, teilweise gutgeheißen. Der Staatsdienst habe einen substanziellen Verfahrensfehler begangen, indem er nicht auf ein Statement der Metropolie vom 10. Januar 2023 eingegangen sei. In dem Statement hatte die Metropolie die Zusammensetzung der Expertengruppe kritisiert, die vom…
07. Mai 2026
Ein Priester der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK), der dank eines humanitären Visums vor einem Monat nach Frankreich emigrieren konnte, hat in einem Interview detailliert über die Situation von Kriegsgegnern innerhalb der ROK berichtet. Konstantin Kokora, Theologe und Lehrer aus Moskau, kam bereits 2023 unter Druck, weil er das umstrittene Gebet über den Sieg der Heiligen Rus in abgeänderter Form vorgetragen und seine Meinung zu Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine geäußert hatte. Später…
Äußerungen des früheren Erzbischofs von Vrhbosna, Vinko Kardinal Puljić, zur politischen Ordnung des bosnischen Staates haben für Kontroversen gesorgt. An einer Konferenz in Zagreb Ende April erklärte der Kardinal beim Thema des zweiten Konferenztags „Bosnien und Herzegowina: gescheiterter Staat und die Notwendigkeit einer dritten, kroatischen Entität“, dass die Kroaten als konstitutives Volk in Bosnien-Herzegowina keine echte politische Gleichberechtigung hätten. Aufgrund des Nichtfunktioniere…
07. Mai 2026
Anfang April haben die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) und die serbische Regierung ein Memorandum unterzeichnet, in dem sie ihre Absicht erklären, gemeinsam eine neue Universitität zu gründen. Das Ziel der geplanten Universität Sveti Sava wird nicht näher beschrieben, ebenso wenig wird klar, ob es sich um eine staatliche oder eine private Institution handeln soll. Aus der Regierung hieß es, dass nach der Absichtserklärung in Form des Memorandums Gespräche über die Details der Universitätsgründ…
07. Mai 2026
Die belarusischen Behörden haben drei polnischen römisch-katholischen Geistlichen in der Diözese Witebsk die Erlaubnis zu religiöser Tätigkeit nicht verlängert. Den Entscheid traf der Bevollmächtigte für Religions- und Nationalitätenfragen. Die Priester aus Polen müssen Belarus im Mai 2026 verlassen, wobei sei teils seit vielen Jahren im kirchlichen Dienst in Belarus tätig sind. Der Priester Stansiław Mrzygłód ist der langjährige Vorsteher der Gottesmutterkirche in Braslau, der Priester Zenon…

HINTERGRUND

Im April wurden zwei der verehrtesten Gottesmutterikonen in Russland aus der staatlichen Tretjakov-Galerie, wo sie professionell konserviert waren, in die Christ-Erlöser-Kathedrale gebracht. Sergei Chapnin erklärt das zugrundeliegende Muster und kritisiert den Umgang mit den historischen Werken. 

Der ukrainische Theologe Sergij Bortnyk schildert, wie er als Gläubiger und Dozent an der Theologischen Akademie in Kyjiw die Fastenzeit im fünften Jahr der russischen Großinvasion erlebt. 

Aus Sorge um den Zustand der Demokratie und der Bürgerrechte in den USA hat eine Gruppe orthodoxer Christen einen offenen Brief verfasst. Darin rufen sie die Orthodoxe Kirche und politische Entscheidungsträger auf, sich gegen Gewalt und für die Menschenwürde einzusetzen. 

Nach langer, schwerer Krankheit ist Katholikos-Patriarch Ilia von Georgien verstorben. Während seiner langen Amtszeit, die in der Sowjetunion begann, entwickelte er sich zu einer Autorität des öffentlichen Lebens, deren Erbe die Zukunft seiner Kirche weiter prägen wird. 

DOSSIER

Gesammelte NÖK-Meldungen über die Situation und das Handeln der Kirchen im dritten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 3. Kriegsjahr

Die Situation und das Handeln der Kirchen im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 2. Kriegsjahr

PUBLIKATIONEN

Coverbild: RGOW 3-4/2026: Resilienz und Wandel. Historische Perspektiven auf die Ukraine

Nach über vier Jahren Angriffskrieg leisten die Ukrainer – zwar zunehmend ermüdet und erschöpft, aber weiterhin hartnäckig – Widerstand. Nicht nur die militärischen Fähigkeiten der Ukraine, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft haben viele externe Beobachter überrascht. Trotz der ständigen Luftangriffe und der gezielten Zerstörung der kritischen Infrastruktur des Landes reformieren die Ukrainer weiterhin Institutionen, planen den Wiederaufbau und formulieren Zukunftsvisionen – nicht nach dem Krieg, sondern inmitten all des Grauens. Zum nationalen Symbol dieser Widerstandsfähigkeit ist die Sonnenblume geworden. 

Diese RGOW-Ausgabe, die in Kooperation mit der Initiative Ukrainian Research in Switzerland (URIS) an der Universität Basel entstanden ist, nimmt politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in der Ukraine seit dem späten 19. Jahrhundert in den Blick und untersucht, wie diese die heutigen ukrainischen Reaktionen auf die russische Aggression prägen.

HINWEISE

Die Stadt Freising, das Erzbistum München und Freising und Renovabis vergeben 2026 erstmals den Freisinger Dialogpreis – für Engagement, das Ost und West in Europa verbindet.

Dotierung: 10'000 Euro

Bewerbungsfrist: 14. Juni 2026

Das Orthodoxe Christentum aus religionswissenschaftlicher Sicht

12. - 13. Juni 2026
Bildungshaus St. Ursula
Erfurt

damit Europa menschlich bleibt
Osteuropa-Hilfswerk Renovabis

Mit dem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ greift Renovabis in der Pfingstaktion 2026 die wachsende Polarisierung und Zerrissenheit in Europa auf – in den Partnerländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas ebenso wie in Deutschland.

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