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Nachrichtendienst östliche Kirchen

Fünf Jahre nach den Massenprotesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen in Belarus blicken Natallia Vasilevich und Ingo Petz auf die Ereignisse zurück und schildern kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen seither.

Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter großem Druck und leidet an einem schlechten Image. Andriy Fert stellt die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Stimmung, Meinungen und Befürchtungen ihrer Mitglieder untersuchte.

News

16. Juli 2026
Das Bezirksgericht von Ljubljana hat den serbischen Patriarchen Porfirije zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung und einer bedingten Geldstrafe von 10.000 Euro wegen Mobbings des ehemaligen orthodoxen Priesters Željko Lubarda verurteilt. Mit dem Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) wurde auch die örtliche serbische-orthodoxe Kirchgemeinde in Ljubljana verurteilt. Der Hl. Synod der SOK bezeichnete das Urteil des Bezirksgerichts als „skandalös“, das auf einer „Reihe a…
16. Juli 2026
Das ukrainische Ministerkabinett hat am 1. Juli den Bau eines Nationalpantheons auf dem Gelände des Kyjiwer Höhlenklosters beschlossen. Darin sollen nach dem Vorbild des Pariser Pantheons Individuen geehrt werden, die „einen außergewöhnlichen Beitrag zum Unabhängigkeitskampf, der Staatsbildung und der Entwicklung von Armee, Wissenschaft, Kultur und anderen Bereichen öffentlichen Lebens der Ukraine geleistet“ haben. Das Kulturministerium wird in der Resolution, die Präsident Volodymyr Zelenskyj…
16. Juli 2026
In der ostbosnischen Stadt Bratunac haben kirchliche und staatliche Vertreter der serbischen Opfer in der Drina-Region während des Bosnienkriegs gedacht. Patriarch Porfirije sagte beim Totengebet: „Im Laufe der Jahrhunderte haben wir verschiedene Mal Skylla und Charybdis durchlebt, und oft hatten wir Besatzer und Usurpatoren in unseren Häusern, in unserem Land und auf unserem Besitz. Doch gleichzeitig konnten sie uns nicht das entreißen, was in uns ist, was wir sind, was unser Wesen ausmacht. […
16. Juli 2026
Der georgische Parlamentssprecher Schalwa Papuaschwili hat zwei kritische Resolutionen des Europäischen Parlaments und der Parlamentarischen Versammlung des Europarats mit Blick auf die politische Entwicklung in Georgien in scharfer Form zurückgewiesen. Insbesondere kritisierte Papuaschwili, dass sich die Resolution des Europäischen Parlaments nicht nur gegen Georgiens demokratische Institutionen richte, sondern auch die „zweite historische Säule des Landes – die Georgische Orthodoxe Kirche“ be…
16. Juli 2026
Das Moskauer Patriarchat hat Konstantin Korkora die Priesterwürde entzogen. Am 26. Juni unterzeichnete Patriarch Kirill das entsprechende Urteil des Kirchengerichts der Moskauer Eparchie vom 11. Juni. Der Theologe und Lehrer aus Moskau hatte sich geweigert, das vom Patriarchen 2022 verordnete Gebet „Über die Heilige Rus“ vorzutragen und für den Sieg zu beten. Nach zwei Verwarnungen durch seinen Bischof und den zweiten Geistlichen seiner Kirche emigrierte er im Frühling 2026 mit der Familie nach…
16. Juli 2026
Das estnische Innenministerium gibt der Estnischen Orthodoxen Christlichen Kirche (EOCK) sechs Monate Zeit, um einen neuen Metropoliten zu ernennen und ihre Verbindungen zum Moskauer Patriarchat zu lösen. Das berichten estnische Medien nach Inkrafttreten des geänderten Religionsgesetzes. Die neuen gesetzlichen Vorgaben verbieten es estnischen Religionsgemeinschaften, Verbindungen zu religiösen Organisationen oder geistlichen Oberhäuptern im Ausland zu unterhalten, deren Aktivitäten eine Bedrohu…

HINTERGRUND

Die Ukrainische Orthodoxe Kirche steht unter staatlichem Verdacht: Wie nah ist sie Moskau? Auch im "All-Ukrainischen Kirchenrat" wird sie marginalisiert, klagt der Ostkirchenkundler Thomas Bremer.

Nach der Abwahl von Viktor Orbán sind auch die Kirchen in Ungarn aufgefordert, ihr Verhältnis zum Staat zu überdenken. Vor allem die katholische und reformierte Kirche müssen eine neue Strategie entwickeln, meint Tibor Görföl.

Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev hat angekündigt, EU-Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill zu blockieren. Nicanor Mishcoff erläutert die Hintergründe dieser symbolträchtigen Entscheidung, bei der sich die Regierung der Bulgarischen Orthodoxen Kirche bedient.

In Slowenien tritt der Rechtspopulist Janez Janša seine vierte Amtszeit als Ministerpräsident an. Der Soziologe Srečo Dragoš kritisiert, dass auch die katholische Kirche zur innergesellschaftlichen Polarisierung beiträgt.

DOSSIER

Gesammelte NÖK-Meldungen über die Situation und das Handeln der Kirchen im dritten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 3. Kriegsjahr

Die Situation und das Handeln der Kirchen im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

pdfDer Krieg gegen die Ukraine und die Kirchen - 2. Kriegsjahr

PUBLIKATIONEN

Coverbild: Buch: Religious Communities Under Pressure: Documenting Religious Persecution in Russia 2022–2026

Religious Communities Under Pressure: Documenting Religious Persecution in Russia 2022–2026

von Sergei Chapnin, mit einem Vorwort von Rowan Williams
Albion Bixby Publishing 2026
ISBN 979-8950169038

Coverbild: RGOW 6/2025: Faszination und Instrumentalisierung. Sport und seine gesellschaftlichen Dimensionen

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA gehört zu den größten Sportevents weltweit. Sport fasziniert, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Alltagskultur und beeinflusst zahlreiche gesellschaftliche Bereiche. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass Sport von politischer Seite in Anspruch genommen wird. So spielt Kampfsport in Russland als Mittel der außenpolitischen Soft Power eine wichtige Rolle. Über Posten in zahlreichen internationalen Sportverbänden übt Russland aber weit darüber hinaus Einfluss in der Sportwelt aus. Für den abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán war Fußball ein wichtiges politisches Instrument. Fußball kann allerdings nicht nur den Mächtigen dienen: Zu Sowjetzeiten war Fußball in der Ukraine eine der wenigen Möglichkeiten, nationale Zugehörigkeit zu leben. 

Coverbild: Review of Ecumenical Studies Vol. 17, 3 (2025): Sakralisierung des Kriegs

Der am 24. Februar 2022 erfolgte völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundene Legitimierung dieses Krieges durch das Moskauer Patriarchat haben zu einer Tagung Anlass gegeben, die am 11./12. Oktober 2024 an der Universität Göttingen stattfand und dem Thema „Sakralisierung des Krieges“ gewidmet war. Eine Auswahl von Beiträgen dieser Tagung ist in der vorliegenden Ausgabe versammelt. Sie nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen historischen Perspektiven, zeigen aktuelle Entwicklungen auf und fragen nach den ökumenischen Konsequenzen.

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