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Nach der Eroberung Berg-Karabachs durch Aserbaidschan im September 2023 ist die armenische Bevölkerung fast vollständig geflohen. Das ökumenische Fachgespräch nimmt die Folgen dieser Flucht bzw. Vertreibung für die Bevölkerung und ihr Kulturerbe in den Blick. Aus friedensethischer Sicht stellen sich Fragen nach der Rolle der Religionen in diesem Konflikt.

Seit der Kapitulation der armenischen Führung in Berg-Karabach hat fast die gesamte Bevölkerung das Gebiet verlassen und ist nach Armenien geflohen. Harutyun Harutyunyan berichtet von seinen Eindrücken vor Ort, über die Situation der Flüchtlinge sowie über die veränderte außenpolitische Lage Armeniens.

13. Juni 2024
An seiner Versammlung in Belgrad hat der „Allserbische Rat“ eine Deklaration „Über den Schutz der nationalen und politischen Rechte und gemeinsamen Zukunft des serbischen Volks“ verabschiedet. Der Rat bestand aus Vertretern der Regierungen und Parlamente Serbiens und der Republika Srpska, der serbisch dominierten Entität von Bosnien-Herzegowina, inklusive ihrer jeweiligen Präsidenten. Ebenfalls beteiligt war der serbische Patriarch Porfirije und weitere Bischöfe und Geistliche der Serbischen ...
13. Juni 2024
Am 26. Mai hat der Hl. Synod der Bulgarischen Orthodoxen Kirche (BOK) Arsenij (Lasarov) zum neuen Metropoliten der Diözese Sliven gewählt. Der Wahl gingen heftige Debatten und Proteste voraus, da der Hl. Synod die ersten Wahlen im März annulliert hatte. Das Wahlverfahren für einen Metropoliten sieht zwei Wahlphasen vor: Zunächst nominieren die Wähler der jeweiligen Diözese in geheimer Abstimmung zwei Bischöfe aus einer Liste, die den Wählern vom Hl. Synod vorgelegt wird. In der zweiten Phase ...
13. Juni 2024
Eine Delegation der Orthodox Church in America (OCA) unter der Leitung ihres Oberhaupts Metropolit Tichon (Mollard) von Washington hat vom 1. bis 3. Juni die Ukraine besucht. Die Delegation bereiste in Begleitung von Metropolit Onufrij (Berezovskij), dem Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK), den Westen der Ukraine. Bei seinen Ansprachen an verschiedenen Stationen der Reise betonte Metropolit Tichon seine Solidarität mit der UOK sowie seine Liebe zu Metropolit Onufrij, der UOK un...
13. Juni 2024
Die ukrainische Regierung hat eine neue Regelung verabschiedet, die den Zugang zum Amt des Militärgeistlichen einschränkt. So haben Geistliche kein Recht, ein Mandat als Militärkaplan zu erhalten, wenn sie zu einer Religionsgemeinschaft gehören, deren Zentrum in einem sog. Aggressorstaat liegt. Mit Aggressorstaat ist ein Land gemeint, das einen bewaffneten Angriff auf die Ukraine verübt hat, namentlich Russland. Dies betriff in erster Linie die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK), die bis zu i...
13. Juni 2024
In seiner Predigt zu Fronleichnam, das in diesem Jahr mit dem kroatischen Nationalfeiertag am 30. Mai zusammenfiel, zog der Zagreber Erzbischof Dražen Kutleša Parallelen zwischen dem religiösen Feiertag und dem „Tag der Staatlichkeit“, mit dem Kroatien den Beginn des Loslösungsprozesses von Jugoslawien 1990 begeht. Beide seien ein Ausdruck der Freiheit. Fronleichnam erinnere an das „österliche Mysterium, das den Übergang aus der Sklaverei der Sünde in die Freiheit bedeutet“. Der Tag der Staat...
13. Juni 2024
A Ministry of Culture and Information Policy commission has begun its work at the Kremenets-Pochayiv State Historical and Architectural Reserve to check the state of preservation of the state property. This is reported by the press service of the MCIP, Ukrinform reports. As noted, the acting Minister of Culture, Rostyslav Karandieiev, instructed the commission to check the preservation of the real estate of the reserve, which was transferred to the UOC-MP for free use in December 2003. It is...

HINTERGRUND

Wladimir Kara-Mursa, einer der bekanntesten russischen Oppositionellen, ist seit zwei Jahren in Haft. Das Portal Mir Vsem, das dissidente Geistliche der Russischen Orthodoxen Kirche unterstützt, hat ein Interview mit ihm geführt, das Dekoder auf deutsch übersetzt hat.

In der Slowakei hat nach dem Attentat auf Ministerpräsident Robert Fico die gesellschaftliche Polarisierung zugenommen. Die Kirchen könnten einen Beitrag zum Abbau der gesellschaftlichen Spannungen leisten, meint Jozef Žuffa. Dazu gilt es auch innerkirchlich eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu fördern.

Zwei Jahre nachdem sich die Ukrainische Orthodoxe Kirche als vom Moskauer Patriarchat unabhängig erklärt hat, fragt Andriy Fert bei Priestern und Gemeindemitgliedern nach, wie sie die Haltung ihrer Kirche zu Russland einschätzen.

In ihrem offenen Brief kritisiert die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder den Umgang des Ökumenischen Rats der Kirchen mit der Russischen Orthodoxen Kirche angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Trotz beispielloser Massenproteste hat das georgische Parlament das umstrittene "Agentengesetz" verabschiedet. Die Georgische Orthodoxe Kirche hat uneindeutig auf die Proteste reagiert, erläutert Sophie Zviadadze im Interview.

In Bulgarien ist ein Konflikt um die Wahl des neuen Metropoliten von Sliven entbrannt, der anhaltende Proteste von Gläubigen ausgelöst hat. Polina Spirova und Zlatina Ivanova erklären die Hintergründe und die Rolle der kommenden Patriarchenwahl.

Vassa Larin erläutert, unter welchen Bedingungen es für russische Geistliche zulässig ist, Patriarch Kirill nicht zu kommemorieren. Zudem geht sie dem Begriff "Häresie" nach und analysiert, ob Kirills Aussagen als Häresie eingestuft werden können.

Der russische Patriarch steht auch dem „Weltkonzil des Russischen Volks“ vor, das patriotische Kräfte zur geistlichen und kulturellen Wiedergeburt Russlands versammelt. Anlässlich seiner 25. Vollversammlung nimmt Regula Zwahlen dessen Entwicklung und heutige Rolle in den Blick. 

DOSSIER

Beiträge aus der Zeitschrift Religion & Gesellschaft in Ost und West zur Rolle der Russischen Orthodoxen Kirche beim Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Russische Orthodoxe Kirche und der Krieg gegen die Ukraine

Das Dossier versammelt Beiträge aus der Zeitschrift Religion & Gesellschaft in Ost und West von der Gründung der OKU 2018 bis zum Angriffskrieg.

Ukrainische Orthodoxie - von der Gründung der OKU bis zum Angriffskrieg

PUBLIKATIONEN

Angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine steht die – nationale wie internationale – Justiz bei der strafrechtlichen Verfolgung von Völkerrechtsverbrechen wie Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und das Verbrechen der Aggression vor gewaltigen Herausforderungen.

Welche Gerichte auf internationaler und nationaler Ebene sollen für die Strafverfolgung zuständig sein? Mögliche Antworten auf diese und andere Fragen und Lehren aus der Vergangenheit kann der Vergleich mit der rechtlichen Aufarbeitung der jugoslawischen Zerfallskriege liefern, die ebenfalls von massivsten Menschenrechtsverletzungen begleitet waren. Fachleute aus der Wissenschaft und der Praxis betonen insbesondere, wie wichtig es ist, auf eine klare Prozessstrategie zu fokussieren und die Opfer in den Mittelpunkt zu stellen. Für letztere sind nicht nur die strafrechtliche Verfolgung der Täter von Bedeutung, sondern auch Wiedergutmachungsmaßnahmen und die Errichtung von Gedenkstätten an Tatorten.

HINWEISE

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2. - 5. September 2024
Wien

Bewerbungsfrist:
30. Juni 2024

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