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Nach der Eroberung Berg-Karabachs durch Aserbaidschan im September 2023 ist die armenische Bevölkerung fast vollständig geflohen. Das ökumenische Fachgespräch nimmt die Folgen dieser Flucht bzw. Vertreibung für die Bevölkerung und ihr Kulturerbe in den Blick. Aus friedensethischer Sicht stellen sich Fragen nach der Rolle der Religionen in diesem Konflikt.

Seit der Kapitulation der armenischen Führung in Berg-Karabach hat fast die gesamte Bevölkerung das Gebiet verlassen und ist nach Armenien geflohen. Harutyun Harutyunyan berichtet von seinen Eindrücken vor Ort, über die Situation der Flüchtlinge sowie über die veränderte außenpolitische Lage Armeniens.

16. Mai 2024
In Armenien dauern die Proteste gegen ein Grenzabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan weiter an. Angeführt werden sie von Erzbischof Bagrat Galstanjan, der am 13. Mai an einer Versammlung in Jerewan dazu aufrief, den Druck auf die Regierung zu erhöhen. Für den Tag hatte Galstanjan zu Kampagnen des „zivilen Ungehorsams“ in der Stadt aufgerufen, wobei 171 Protestierende festgenommen und später wieder freigelassen wurden. Grund für die Proteste ist eine umstrittene Einigung zur Grenzziehu...
16. Mai 2024
Der Riigikogu, das estnische Parlament, hat am 6. Mai eine Erklärung verabschiedet, in der es das Moskauer Patriarchat zu einem Unterstützer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erklärt. 75 der 101 Abgeordneten stimmten dafür, acht dagegen. In der Erklärung verurteilte der Riigikogu Russlands Krieg und die Annexion eroberter Gebiete strikt. Seit dem Beginn des Kriegs habe der russische Patriarch Kirill die Aggression des „terroristischen Regimes“ Russlands öffentlich unterstützt. K...
16. Mai 2024
Das georgische Parlament hat am 14. Mai ein umstrittenes Gesetz über „ausländische Agenten“ verabschiedet, das auch von Teilen der Georgischen Orthodoxen Kirche (GOK) unterstützt wird. 84 Abgeordnete der Regierungspartei Georgischer Traum stimmten für das Gesetz, dagegen waren 30 Parlamentarier. In den nächsten zwei Wochen wird das Gesetz der georgischen Präsidentin Salome Zurabischwili zur Unterzeichnung vorgelegt, die bereits ihr Veto angekündigt hat. Die Regierungspartei kann allerdings da...
16. Mai 2024
Patriarch Kirill hat Vladimir Putin zu seiner fünften Amtszeit als russischer Präsident gratuliert. Bei einem kurzen Dankgottesdienst am 7. Mai, der traditionell auf dem Programm der Amtseinführung steht, rühmte der Patriarch Putin für seine Kombination aus „Güte und Strenge“ und sprach dank seiner Präsidentschaft von einer günstigen Zeit: „Unsere Zeit ist von großer göttlicher Güte gekennzeichnet, wenn an der Spitze des russischen Staats ein orthodoxer Mann steht, der sich seines Glaubens ni...
16. Mai 2024
Der ukrainische Präsident Volodymyr hat die Oberhäupter der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) und der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) getroffen, um seine guten Wünsche anlässlich der Osterfeiertage zu überbringen. Zugleich dankte er den beiden Kirchen für ihre Gebete und konkreten Taten zur Unterstützung der Ukrainerinnen und Ukrainer. Ostern bedeute der Bevölkerung viel und es werde überall gefeiert, auch an der Front. Die dritte große Glaubensgemeinschaft in der Ukraine...
16. Mai 2024
In seiner Osterbotschaft hat der serbische Patriarch Porfirije den Entwurf einer UN-Resolution zum Genozid in Srebrenica 1995 kritisiert. Die Initianten versuchten das serbische Volk als Täter darzustellen und würden Gräueltaten an den Serben außer Acht lassen. Er erhebe seine Stimme energisch und verweise auf die „absolute Unwahrheit und den Versuch eines beispiellosen Geschichtsrevisionismus, mit dem danach getrachtet wird, mit einer einfachen Umkehrung das serbische Volk, Opfer vielfacher ...

HINTERGRUND

Trotz beispielloser Massenproteste hat das georgische Parlament das umstrittene "Agentengesetz" verabschiedet. Die Georgische Orthodoxe Kirche hat uneindeutig auf die Proteste reagiert, erläutert Sophie Zviadadze im Interview.

In Bulgarien ist ein Konflikt um die Wahl des neuen Metropoliten von Sliven entbrannt, der anhaltende Proteste von Gläubigen ausgelöst hat. Polina Spirova und Zlatina Ivanova erklären die Hintergründe und die Rolle der kommenden Patriarchenwahl.

Vassa Larin erläutert, unter welchen Bedingungen es für russische Geistliche zulässig ist, Patriarch Kirill nicht zu kommemorieren. Zudem geht sie dem Begriff "Häresie" nach und analysiert, ob Kirills Aussagen als Häresie eingestuft werden können.

Der russische Patriarch steht auch dem „Weltkonzil des Russischen Volks“ vor, das patriotische Kräfte zur geistlichen und kulturellen Wiedergeburt Russlands versammelt. Anlässlich seiner 25. Vollversammlung nimmt Regula Zwahlen dessen Entwicklung und heutige Rolle in den Blick. 

Die Bulgarische und die Russische Orthodoxe Kirche waren lang eng verbunden. Archimandrit Nicanor erklärt mithilfe eines historischen Rückblicks, wie und warum sich die bulgarische von der russischen Kirche distanziert hat.

Seit 60 Jahren engagiert sich die Stiftung PRO ORIENTE für die ökumenischen Beziehungen der römisch-katholischen Kirche zu den orthodoxen und orientalischen Kirchen. Bernd A. Mussinghoff blickt auf die geleistete Arbeit zurück und schildert aktuelle Herausforderungen.

Die Repressionen innerhalb der Russischen Orthodoxen Kirche gegen abweichende Meinungen werden immer stärker. Ksenia Luchenko schildert mehrere Fälle und zeigt (fehlende) Perspektiven für Kriegsgegner in der Kirche auf.

Aufgrund massiver Drohungen konnte eine Buchpräsentation über das "Kulturelle Erbe von Arzach" nur digital durchgeführt werden. Die Herausgeber des Bandes kritisieren in einer Stellungnahme die Ereignisse.

DOSSIER

Beiträge aus der Zeitschrift Religion & Gesellschaft in Ost und West zur Rolle der Russischen Orthodoxen Kirche beim Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Russische Orthodoxe Kirche und der Krieg gegen die Ukraine

Das Dossier versammelt Beiträge aus der Zeitschrift Religion & Gesellschaft in Ost und West von der Gründung der OKU 2018 bis zum Angriffskrieg.

Ukrainische Orthodoxie - von der Gründung der OKU bis zum Angriffskrieg

PUBLIKATIONEN

In vielen Kulturen und Religionen gibt es heilige Berge. Sie sind der Sitz von Gottheiten oder verkörpern höhere Wesen, manche dürfen deshalb nicht betreten werden. Zusammen mit dem Urner Institut Kulturen der Alpen an der Universität Luzern begeben wir uns in dieser Ausgabe auf eine Spurensuche nach heiligen Bergen in Europa.

Historisch spielten im Christentum Berge eine geringere Rolle. Bergklöster suchten in den Bergen in erster Linie Abgeschiedenheit und nicht die Heiligkeit Gottes. Erst das Nation Building des 19. Jahrhunderts hat einen Nationalismus hervorgebracht, welcher der Verehrung von Bergen Auftrieb verlieh. Die Lese-Reise führt vom Gotthard (Schweiz) über den Triglav (Slowenien), den Lovćen (Montenegro), den Tomorr (Albanien), den Athos (Griechenland) bis zum Ararat (Türkei) und zum Elbrus (Russland).

Alle sechs Monate wechselt turnusmäßig der Ratsvorsitz in der Europäischen Union. Ein üblicher Vorgang, der ohne große Diskussionen vonstattengeht. Doch im Fall von Ungarn, das diese Aufgabe ab dem 1. Juli 2024 von Belgien übernimmt und für ein halbes Jahr eigene Akzente setzen kann, war es anders. Das Europäische Parlament verabschiedete am 1. Juni 2023 eine Resolution, die forderte, Ungarn wegen anhaltender, rechtsstaatlicher Verfehlungen die Ratspräsidentschaft nicht zu überlassen. Alle großen Fraktionen des Parlaments brachten diesen Antrag ein, und eine große Mehrheit von 442 EU-Abgeordneten unterstützte ihn. Nur 144 stimmten dagegen. Das Votum war ein einmaliger Vorgang und ein klares Zeichen dafür, wie isoliert Ungarn und sein omnipräsenter Ministerpräsident Viktor Orbán innerhalb der EU dastehen.

HINWEISE

10. Juni 2024
19:00 Uhr
Seidlvilla, München

Podiumsdiskussion mit:
Bernd Posselt, Sonja Priebus, Zoltán Kiszelly und Gabor Polyák

17. Mai 2024
9:00 Uhr
Luiss Universtity Rom

Vorträge von:
Elizabeth Prodromou, Aristotle Papanikolaou, Tamara Grzdelidze, Cyril Hovorun, Andrii Yurash, Nicholas Denysenko, Josè Casanova, Kathy Rousselet

Forum RGOW-Jahrestagung 2024
in Kooperation mit dem Center for Eastern European Studies (CEES) der Universität Zürich

16. Mai 2024
16:15 Uhr
Universität Zürich

Damit Frieden wächst. DU machst den Unterschied

Eröffnung: 5. Mai 2024, Münster

Pfingstkollekte: 19. Mai 2024

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