Nachrichten
10. September 2026
Der Staatssekretär für gesellschaftliche Beziehungen der neuen Regierung in Ungarn, György Heidl, will im Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften auf Dialog und inhaltliche Abstimmung setzen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress vom 4. September betonte er die gemeinsame Verantwortung von Staat und Kirchen für die Gesellschaft. Gleichzeitig bekräftigte er das von der Tisza-Partei von Ministerpräsident Péter Magyar schon im Wahlkampf geforderte Ende einer „unreflektier…
10. September 2026
Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel hat in Budapest das neue Kirchenzentrum „Fanarion“ und die dazu gehörende Kirche der Drei Hierarchen feierlich geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Das neue Zentrum des Ökumenischen Patriarchats in Budapest beherbergt u. a. eine große Kirche, zwei Kapellen sowie Veranstaltungsräume und Büros. Das neue Zentrum dient als Hauptsitz des Exarchats von Ungarn, das von Metropolit Arsenios (Kardamakis) geleitet wird. Der Metropolit von Austria ist nicht nur…
10. September 2026
Ferenc Palánki (62) wird neuer Erzbischof von Kalocsa-Kecskemét in Ungarn. Papst Leo XIV. hat den bisherigen Diözesanbischof von Debrecen zum Nachfolger von Erzbischof Balázs Bábel (75) ernannt, wie das vatikanische Presseamt am 3. September mitteilte. Gleichzeitig nahm der Papst den altersbedingten Rücktritt Bábels an, der der flächenmäßig größten Diözese Ungarns seit 1999 vorstand.
Der neue Erzbischof Palánki stand zuletzt seit 2015 an der Spitze der Diözese Debrecen-Nyíregyháza. Zuvor war e…
10. September 2026
Mit einem eindringlichen Plädoyer zur Wiederherstellung der Einheit zwischen Orthodoxer und Katholischer Kirche hat sich Patriarch Bartholomaios an die Teilnehmenden des 27. Internationalen Kongresses der Gesellschaft für das Recht der Ostkirchen gewandt. Die Tagung fand in Budapest statt, wo der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel auch das neue orthodoxe Kirchenzentrum „Fanarion“ einweihte.
Das Kirchenrecht dürfe nicht dafür verwendet werden, „juristische Mauern“ zwischen den Kirchen auf…
Polnische Geistliche haben sich öffentlich gegen verbale und physische Angriffe auf Ukrainerinnen und Ukrainer gewandt, die in der polnischen Öffentlichkeit seit Juli Schlagzeilen machen. Der Erzbischof von Krakau, Grzegorz Kardinal Ryś, veröffentlichte zu Mariä Himmelfahrt einen Hirtenbrief, in dem er die Gewalt gegen ukrainische Migrantinnen und Migranten verurteilte und an christliche und marianische Barmherzigkeit appellierte.
Am 12. August veröffentlichten „einfache Ordensschwestern und e…
27. August 2026
Bei Restaurierungsarbeiten in der Erzengelkathedrale im Moskauer Kreml sind die Reliquien des hl. Dmitrij Donskoj, eines mittelalterlichen russischen Fürsten, zum Vorschein gekommen. Laut Angaben des Moskauer Patriarchats wurden im Juli an der Südmauer der Kirche Grabanlagen freigelegt, weil sie aufgrund absinkender Bodenplatten einzustürzen drohten. Darin wurden drei intakte Sarkophage entdeckt, die die Überreste von Dmitrij Donskoj, seinem Vater Großfürst Ivan Ivanovitsch und von Fürst Dmitri…
27. August 2026
Der Staatsdienst der Ukraine für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit (DESS) sieht es als belegt an, dass die Eparchie Zaporizhzhja der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK) mit der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) verbunden sei. Die ROK ist in der Ukraine verboten, und ukrainische Religionsgemeinschaften dürfen nicht von einer im Ausland beheimateten religiösen Organisation, deren Tätigkeit in der Ukraine verboten ist, geleitet werden.
Für die Zugehörigkeit hat der DESS bei seiner Untersuchung…
27. August 2026
Die Autobiografie von Papst Franziskus mit dem Titel „Hoffnung“ ist auf Russisch im russischen Verlag Alpina erschienen. Allerdings sind bestimmte Stellen zensiert worden, wie auf Vorschaubildern eines russischen Buchladens zu sehen ist. Dort sind Teile der Seiten 242 und 243 geschwärzt. Die orthodoxe Theologin Natallia Vasilevich gab auf Telegram die betreffende Stelle auf Russisch wieder. In der Passage geht es um die Erklärung Fiducia supplicans und den Umgang mit geschiedenen, hom…
27. August 2026
Im polnischen Dorf Konotopie in der Nähe von Toruń ist an Mariä Himmelfahrt die bisher höchste Marienstatue Europas eingeweiht worden. Die insgesamt 55,6m hohe Statue übertrifft die berühmte Christus-Statue von Rio de Janeiro (38,5m) sowie die Christus-König-Statue, die 2010 in der polnischen Stadt Świebodzin (33m) errichtet worden war. Die Ortschaft befindet sich in der Nähe eines weiteren Sanktuariums der schmerzensreichen Gottesmutter in Obory mit einer kleinen Marienfigur, die dort seit 185…