Skip to main content

Die 19. Jahrestagung des Gemeinsamen orthodox-katholischen Irenäus-Arbeitskreises fand dieses Jahr in Balamand, im Libanon statt. Dort befasste sich der Irenäuskreis mit den historischen Versuchen, die Trennung zwischen Katholiken und Orthodoxen zu überwinden.

Mit Blick auf die Friedensbemühungen des Ökumenischen Rats der Kirchen warnt Cyril Hovorun vor einem "billigen Frieden" und der Instrumentalisierung durch die russische Propaganda. Er zeigt Probleme, aber auch Chancen der Ökumene für einen Friedensprozess auf.

Hochrangige Delegationen des Ökumenischen Rats der Kirchen haben in den letzten Wochen Kyjiw und Moskau besucht, um die orthodoxen Kirchen der Ukraine und Russlands an einen Runden Tisch zu bringen. Katharina Kunter analysiert die Friedensinitiative des ÖRK und deren Aussichten auf Erfolg.

nachruf artemij belarusErzbischof Artemij, von 1996 bis 2021 Leiter der Eparchie Hrodna und am 22. April 2023 verstorben, war der einzige Bischof in Belarus, der offen das Regime und den russischen Krieg gegen die Ukraine kritisierte. An seinen unerschütterlichen Glauben an die Freiheit und seine Aufrichtigkeit erinnert Georgy Roy.

Die Renovabis-Pfingstaktion 2023 ist dem Thema Arbeitsmigration gewidmet. Sie macht auf die häufig prekären Arbeitsbedingugen von Migrant:innen aus Osteuropa aufmerksam. Dazu fand am 11. Mai eine Podiumsdiskussion statt, deren zentrale Punkte Stefan Kube schildert.

Als früheres aktives Gemeindemitglied der Ukrainischen Orthodoxen Kirche kritisiert Lidiya Lozova deren "versteckte strukturelle Gewalt" gegenüber Gläubigen und zeigt Verständnis für die gesellschaftliche Ablehnung, die ihr aufgrund dieser Praktiken entgegenschlägt.

Am Beispiel des Moskauer Priesters Ioann Koval zeigt Sergei Chapnin auf, wie das Moskauer Patriarchat mittels Einschüchterung seine Geistlichen unter Kontrolle hält. Koval hat seinen Priesterrang verloren, weil er in einem Gebet das Wort "Sieg" durch "Frieden" ersetzte.

Der Konflikt um die orthodoxen Kirchen in der Ukraine betrifft auch einfache Gläubige und belastet ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Alla Vaysband schildert ihr persönliches Dilemma, plädiert für einen differenzierten Umgang mit dem Thema und macht konkrete Vorschläge für die Zukunft.