Publikationen
RGOW 6/2018: Georgien - 10 Jahre nach dem Augustkrieg
Georgien begeht 2018 gleich zwei Jubiläen: den 100. Jahrestag der Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Georgien im Mai und im August jährt sich der Krieg mit Russland um das abtrünnige georgische Gebiet Südossetien zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns mit der aktuellen Lage in Georgien: Wie gestalten sich die Beziehungen zum mächtigen Nachbarn Russland zehn Jahre nach dem Augustkrieg? Wie hat sich die Innenpolitik in den letzten Jahren entwickelt? Und wo steht das Land außenpolitisch? Zudem erhalten wir Einblick in die religiöse Landschaft Georgiens.
Der zentrale externe Akteur in Georgien ist nach wie vor Russland, dessen (Neu-)Positionierung in der internationalen Ordnung wir ebenfalls in den Blick nehmen. In der direkten Nachbarschaft Georgiens ist es infolge von Massenprotesten im Frühling 2018 zu einem friedlichen Machtwechsel gekommen: aus der sog. Samtenen Revolution entsteht in Armenien möglicherweise eine zukunftsfähige neue politische Bewegung.
Der zentrale externe Akteur in Georgien ist nach wie vor Russland, dessen (Neu-)Positionierung in der internationalen Ordnung wir ebenfalls in den Blick nehmen. In der direkten Nachbarschaft Georgiens ist es infolge von Massenprotesten im Frühling 2018 zu einem friedlichen Machtwechsel gekommen: aus der sog. Samtenen Revolution entsteht in Armenien möglicherweise eine zukunftsfähige neue politische Bewegung.
Report: Religion and Violence in Russia
Religious violence is surely as old as both faith and fighting themselves. In the Russian Federation, as elsewhere in the world, religious teachings and philosophies are used both to justify and combat violence. But what forms does this take, and with what implications for Russian society, Russian policy, and Russia's future? This volume examines the many ways in which religion and violence intersect in Russia, and offers recommendations for both policymakers and scholars as they chart paths forward. Presenting the results of original research by collaborative teams of Russian and western authors, it takes on topics from violent radical Islamic jihadism to religious propaganda employed by violent right-wing groups; from repression of religious communities to conflict within religious confessions. In each case, it offers not only new analysis, but prospective policy solutions to make Russia and Russians of all religions (and no religion) safer and more secure.
Radiobeitrag: Alles Harmonie? Wie sich orthodoxe Theologie zur Staatsmacht stellt
Der russisch-orthodoxe Patriarch und Wladimir Putin posieren häufig gemeinsam vor der Kamera. Zur Fussball-WM im Juni werden sie das wohl wieder tun. Wie muss man solche Bilder lesen? An einer Tagung am Leibniz-Institut in Mainz wurde die Beziehung von orthodoxer Theologie und Politik diskutiert.
Judith Wipfler im Gespräch mit Alena Alshanskaya und Michai-D. Grigore.
ausgestrahlt am 10. Juni 2018
Radio SRF 2 Kultur
Judith Wipfler im Gespräch mit Alena Alshanskaya und Michai-D. Grigore.
ausgestrahlt am 10. Juni 2018
Radio SRF 2 Kultur
Blog: Kirchen in der Ukraine – und der Einfluss der Politik
Auf mittlere Sicht wird die ukrainische Orthodoxie in einer Kirche vereinigt sein – mit massiven Folgen für die Weltorthodoxie.
Blogbeitrag von Thomas Bremer
Eastblog
1. Juni 2018
Blogbeitrag von Thomas Bremer
Eastblog
1. Juni 2018
OWEP 2/2018: Wege zur Versöhnung
Versöhnung lässt sich sowohl als Begriff wie als Vorgang nur schwer fassen. Eine Definition wird weit ausgreifen müssen, und ob Versöhnung letztlich gelingt oder misslingt, hat viel mit persönlicher Erfahrung zu tun. Dass sie notwendig ist, liegt auf der Hand: Europa befindet sich derzeit in einer krisenhaften Situation, Populismus und neuer Nationalismus machen sich breit. Vielfach kommen dabei alte, offenbar nicht gelöste Konflikte ans Tageslicht, kaum vernarbte Wunden brechen auf. Hier gilt es, das Gespräch zu suchen, um zumindest Wege zur Versöhnung zu finden. Das vorliegende Heft möchte ein wenig dazu beitragen.
RGOW 4-5/2018: Russland und die Fussball-WM 2018
Am 14. Juni wird im Moskauer Luschniki-Stadion die Fußball-WM 2018 eröffnet. Zum ersten Mal ist mit Russland ein osteuropäisches Land Gastgeber dieses Megasportevents. Zu Beginn von Putins vierter Amtszeit werfen wir in der aktuellen Ausgabe verschiedene Schlaglichter auf Russland: Wo steht das Land gegenwärtig politisch, wirtschaftlich, kulturell, religiös – und natürlich auch fußballerisch?
Der russische Staat verspricht sich von der Fußball-WM vor allem eine globale Imagepolitur. Das angespannte Verhältnis zum Westen und die unübersehbaren Schattenseiten bei der Organisation der WM - u.a. extrem hohe Kosten, Missachtung von Menschenrechten beim Bau der Stadien sowie eine teilweise rassistische Fankultur - könnten dies jedoch zunichte machen. Nichtsdestotrotz freut sich die Bevölkerung auf die WM, wie vier Stadtporträts zu den elf Austragungsorten in Russland zeigen.
Der russische Staat verspricht sich von der Fußball-WM vor allem eine globale Imagepolitur. Das angespannte Verhältnis zum Westen und die unübersehbaren Schattenseiten bei der Organisation der WM - u.a. extrem hohe Kosten, Missachtung von Menschenrechten beim Bau der Stadien sowie eine teilweise rassistische Fankultur - könnten dies jedoch zunichte machen. Nichtsdestotrotz freut sich die Bevölkerung auf die WM, wie vier Stadtporträts zu den elf Austragungsorten in Russland zeigen.
RGOW 3/2018: Religion und Politik in der Ukraine
Während der Majdan-Proteste zeigten die Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Ukraine eine beeindruckende öffentliche Präsenz und fanden zu einem neuen Miteinander. Vier Jahre später stellt sich die Situation deutlich ambivalenter dar: Im Zuge einer Politisierung der religiösen Sphäre treten einerseits alte Konkurrenzlinien – insbesondere innerhalb der ukrainischen Orthodoxie – wieder hervor, andererseits lässt sich seit dem Majdan eine konstruktive Zusammenarbeit von sozialen Nichtregierungsorganisationen mit und ohne religiösem Hintergrund verzeichnen. Auf theologischem Gebiet arbeiten Vertreter aller christlichen Konfessionen an einer "Theologie des Majdan", die auf eine stärkere Verortung der Kirche(n) in der ukrainischen Zivilgesellschaft zielt.
Weitere Themen sind das mediale Image des baptistischen Politikers Olexander Turtschynov, die Politisierung religiöser Praktiken bei den Krimtataren und die verstärkte Verwendung religiöser Begriffe und Symbolik durch ukrainische Politiker.
Weitere Themen sind das mediale Image des baptistischen Politikers Olexander Turtschynov, die Politisierung religiöser Praktiken bei den Krimtataren und die verstärkte Verwendung religiöser Begriffe und Symbolik durch ukrainische Politiker.
Polen-Analysen Nr. 213: Das Verhältnis von Kirche und Staat unter der PiS-Regierung
Die Polen-Analysen Nr. 213 vom 20. Februar 2018 erforschen mit Beiträgen von Theo Mechtenberg und Pater Ludwik Wiśniewski OP das Verhältnis von Kirche und Staat unter der nationalkonservativen PiS-Regierung.
Polen-Analysen Nr. 213
Polen-Analysen Nr. 213
RGOW 2/2018: Zentralasien - Öffnung und Abgrenzung
Nach Jahrzehnten der Isolation findet in Usbekistan eine vorsichtige Öffnung statt, so hat der seit 2016 amtierende neue Präsident mit einigen Staaten erstmals seit 20 Jahren direkte diplomatische Beziehungen aufgenommen. Doch innenpolitisch bleibt der Reformbedarf groß. Das notorisch abgeschottete Turkmenistan hat 2017 einen internationalen Sportgroßanlass beherbergt, doch von einer echten Öffnung kann angesichts der turkmenischen Eliten, die nach wie vor den Staat plündern und die gesamte Wirtschaft kontrollieren, keine Rede sein. In Kasachstan hätte die Expo 2017 dem Staat zu einem besseren internationalen Image verhelfen sollen, doch die Besucherzahlen blieben unter den Erwartungen, und die strikte Kontrolle der Medien wurde nicht gelockert. So gibt es zwar Anzeichen einer vorsichtigen Öffnung, die aber kaum als echter regionaler Trend bezeichnet werden kann. Für die Religionsgemeinschaften hingegen verschärft sich die Gesetzeslage in Kasachstan zunehmend, während populäre heilige Stätten in den meisten zentralasiatischen Staaten zumindest toleriert werden.
OWEP 1/2018: Weichenstellungen in Europa
1918, vor 100 Jahren, endete der Erste Weltkrieg, den viele Historiker als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnen. Diese pointierte Formulierung umschreibt, was den damals lebenden Menschen in Europa nur zu klar war, heute aber oft vergessen wird: Seit Herbst 1918 schwiegen zwar die Waffen zwischen der Entente und den Mittelmächten, und an die Stelle des Kriegs trat die Diplomatie, die zu den Friedensschlüssen der kommenden Jahre führte; vielerorts gingen die Kämpfe in Europa jedoch weiter, teils zwischen den Staaten, teils als Bürgerkrieg. Zugleich waren die folgenden Jahre trotz der materiellen und geistigen Verwüstungen, die der Weltkrieg hinterlassen hatte, eine Zeit des Aufbruchs, der kulturellen und wissenschaftlichen Blüte, die unter dem Schlagwort „Goldene zwanziger Jahre“ die breiten Massen allerdings kaum erreichte und letztlich nur von kurzer Dauer war.
RGOW 1/2018: Kirchen in der pluralistischen Gesellschaft
Knapp drei Jahrzehnte nach der politischen Wende von 1989/90 lässt sich konstatieren, dass die Kirchen in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa ihre Beziehungen zum Staat zwar rechtlich geregelt haben, sie aber weiterhin auf der Suche nach ihrem Platz in zunehmend pluralistischen Gesellschaften sind. Hochfliegende Träume von einer zentralen Rolle bei der christlichen Prägung der Gesellschaften haben sich nicht erfüllt. Ähnlich wie in Westeuropa sind die Kirchen im Osten und Südosten Europas mit Säkularisierung, Individualisierung und Pluralisierung konfrontiert, was sie zu einem Akteur unter vielen macht, der seine Ansichten und Werte im Wettstreit der Meinungen vertreten muss. Dieser Prozess wird binnenkirchlich als Herausforderung, ja oftmals sogar als Bedrohung aufgefasst; doch verweisen unsere aktuellen Beitäge über die Kirchen in Ungarn, Polen, der Slowakei, Rumänien, Kroatien und Griechenland darauf, dass an dem Wagnis der öffentlichen Debatte und der innerkirchlichen Pluralisierung kein Weg vorbei führt, andernfalls droht der Rückzug ins selbst gewählte Ghetto.
Website: Ostkirchen-Info
Das neue Info-Portal der orthodoxen und altorientalischen Kirchen in Deutschland bietet Nachrichten, Videos und Informationen zu Kirchen, Organisationen und Gemeinden und dient der Vernetzung.
Orthodoxes Forum 1/2 2017: Panorthodoxes Konzil
Die Zeitschrift „Orthodoxes Forum“ richtet mit dem nun vorliegenden Doppelheft des Jahrgangs 2017 den Blick zurück auf das Heilige und Große Konzil der Orthodoxen Kirche (Pfingsten 2016 auf Kreta). Die Autorenbeiträge geben die Vorträge und Referate zweier in München – davor und danach – abgehaltener Tagungen wieder.
Selbstverständlich findet der Leser im neuen OFo sämtliche offizielle Konzilsdokumente sowie in bewährter Weise Chronik, Rezensionen und Eingesandte Schriften.
Selbstverständlich findet der Leser im neuen OFo sämtliche offizielle Konzilsdokumente sowie in bewährter Weise Chronik, Rezensionen und Eingesandte Schriften.
RGOW 12/2017: Sibirien und Ferner Osten
Unermessliche Weiten, klimatische Extreme sowie große naturräumliche und ethnische Vielfalt – Sibirien und der russische Ferne Osten lassen sich geradezu als ein eigener Subkontinent beschreiben. Doch trotz des Ressourcenreichtums ist er Peripherie geblieben, der Lebensstandard liegt deutlich tiefer als im restlichen Russland. Daher hat Präsident Vladimir Putin die Entwicklung der Region zur nationalen Priorität für das 21. Jahrhundert erklärt.
Die Abgeschiedenheit machte Sibirien zu einem idealen Rückzugsort – so entzogen sich dort die Altgläubigen der Verfolgung. Weitere Einblicke in die religiöse Vielfalt der Region erhalten wir anhand des Revivals schamanischer Praktiken und einer evangelischen Freikirche in Burjatien. Die verkehrstechnische Durchdringung des Raums ist eng mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn verbunden, die düstere Seite der Erschließung ist die Funktion Sibiriens als Ort der Verbannung und der Zwangsarbeit.
Die Abgeschiedenheit machte Sibirien zu einem idealen Rückzugsort – so entzogen sich dort die Altgläubigen der Verfolgung. Weitere Einblicke in die religiöse Vielfalt der Region erhalten wir anhand des Revivals schamanischer Praktiken und einer evangelischen Freikirche in Burjatien. Die verkehrstechnische Durchdringung des Raums ist eng mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn verbunden, die düstere Seite der Erschließung ist die Funktion Sibiriens als Ort der Verbannung und der Zwangsarbeit.
Osteuropa Kolleg NRW
Das Osteuropa Kolleg NRW bildet einen Zusammenschluss universitärer und nicht-universitärer Institutionen unter einem organisatorischen Dach, ohne die Autonomie der einzelnen Einrichtungen einzuschränken. Die Tätigkeiten des Kollegs zielen darauf, Forschungen, Lehrveranstaltungen, Ausstellungen und verwandte Aktivitäten zu Geschichte, Kultur, Sprache, Politik und Gesellschaft in Osteuropa vom Beginn der Neuzeit bis in die Gegenwart zu initiieren, selbst zu veranstalten und zu koordinieren.
Auf der Website des Osteuropa Kolleg NRW finden sich zahlreiche Veranstaltungshinweise zu osteuropäischen Themen.
Auf der Website des Osteuropa Kolleg NRW finden sich zahlreiche Veranstaltungshinweise zu osteuropäischen Themen.
Website und Blog: Orthodoxy in Dialogue
Orthodoxy in Dialogue launched in August 2017 to provide a space for the discussion of topics relevant to Orthodox Christianity. Reflective of our commitment to Orthodox, ecumenical, and interfaith dialogue, we publish writers who represent a wide spectrum of interests and perspectives both within and outside the Orthodox Church.
As of December 2017 we rank among the top 60 Orthodox blogs on the internet. The articles and letters published on our pages express solely the views of their respective authors.
As of December 2017 we rank among the top 60 Orthodox blogs on the internet. The articles and letters published on our pages express solely the views of their respective authors.
E-Book: On the Holy and Great Council of Crete – Q&A
With the blessing of the Holy Synod, the Basilica Publishing House of the Romanian Patriarchate has recently published a brochure "On the Holy and Great Council of Crete - Questions and Answers".
The volume includes answers to 53 frequently asked questions regarding the Holy and Great Council, convened in Crete on 19-26 June 2016.
The brochure is now available in PDF format for downloading and local distribution in both English and Russian.
The volume includes answers to 53 frequently asked questions regarding the Holy and Great Council, convened in Crete on 19-26 June 2016.
The brochure is now available in PDF format for downloading and local distribution in both English and Russian.
OWEP Nr. 4/2017: 100 Jahre Oktoberrevolution
Eine alternative Chronik der Sowjetunion
2017 jährt sich zum 100. Mal die Oktoberrevolution in Russland, die nach späterer Bewertung den Beginn der Geschichte der Sowjetunion markiert. In Wirklichkeit war es ein längerer Prozess, beginnend mit dem Niedergang des Zarenreiches während des Ersten Weltkriegs, der nach einem jahrelangen blutigen Bürgerkrieg in die Entstehung der „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“ (UdSSR, so der offizielle Name seit 1922) einmündete. Das neue Staatswesen, das für sich beanspruchte, die Vision einer kommunistischen Gesellschaftsordnung zu verwirklichen und damit Vorbild für die ganze Welt zu werden, hat bis zu seinem Zusammenbruch 1991 das 20. Jahrhundert mitgeprägt, und bis heute ringen die Nachfolgestaaten, besonders die Russische Föderation, mit ihrer sowjetischen Vergangenheit.
2017 jährt sich zum 100. Mal die Oktoberrevolution in Russland, die nach späterer Bewertung den Beginn der Geschichte der Sowjetunion markiert. In Wirklichkeit war es ein längerer Prozess, beginnend mit dem Niedergang des Zarenreiches während des Ersten Weltkriegs, der nach einem jahrelangen blutigen Bürgerkrieg in die Entstehung der „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken“ (UdSSR, so der offizielle Name seit 1922) einmündete. Das neue Staatswesen, das für sich beanspruchte, die Vision einer kommunistischen Gesellschaftsordnung zu verwirklichen und damit Vorbild für die ganze Welt zu werden, hat bis zu seinem Zusammenbruch 1991 das 20. Jahrhundert mitgeprägt, und bis heute ringen die Nachfolgestaaten, besonders die Russische Föderation, mit ihrer sowjetischen Vergangenheit.
Website: Ukraine verstehen
Ukraine verstehen ist ein Themenprojekt des Zentrums Liberale Moderne. Neben der Website, die Analysen, Bewertungen und Kommentare über die Entwicklungen im Land bietet, wirbt das Projekt mit Veranstaltungen für ein vertieftes Verständnis der Ukraine und ihrer europäischen Ambitionen. Es geht um kritische Empathie für ein Land im Aufbruch, das sich gegen die militärische und politische Intervention des Kremls behaupten muss.
RGOW 11/2017: Evangelische Freikirchen in Russland, der Ukraine und Belarus
Evangelische Gemeinschaften wie Baptisten, Mennoniten, Pfingstchristen, Charismatiker in Russland, der Ukraine und Weißrussland stehen im Mittelpunkt unserer Novemberausgabe. Die postsowjetische freikirchliche Szene befindet sich in einem stürmischen Umbruchsprozess, der sich vor allem in der Suche nach dem eigenen Platz in den mehrheitlich orthodox geprägten Ländern spiegelt.
Einerseits betonen die russischen Freikirchen ihre eigene Tradition gegenüber den westlichen Glaubensgeschwistern, andererseits haben sie nach wie vor mit dem Misstrauen der anderen Religionsgemeinschaften und des Staates zu kämpfen. Eine zentrale Frage ist, ob und wie die teilweise noch von der zu sowjetischen Zeiten herausgebildeten religiösen Subkultur geprägten Freikirchen mit der modernen Welt in Dialog treten können.
Einerseits betonen die russischen Freikirchen ihre eigene Tradition gegenüber den westlichen Glaubensgeschwistern, andererseits haben sie nach wie vor mit dem Misstrauen der anderen Religionsgemeinschaften und des Staates zu kämpfen. Eine zentrale Frage ist, ob und wie die teilweise noch von der zu sowjetischen Zeiten herausgebildeten religiösen Subkultur geprägten Freikirchen mit der modernen Welt in Dialog treten können.
RGOW 10/2017: Theologie und Praxis in der Russischen Orthodoxen Kirche
Was tun eigentlich orthodoxe Prieser den ganzen Tag? Dies erforscht eine religionssoziologische Forschergruppe der St. Tichon-Universität in Moskau. Über den weitgehend unbekannten Alltag in orthodoxen Klöstern hat Xenia Loutchenko mit ehemaligen Klosterbewohnern gesprochen. Zudem erhalten wir Einblick in die Aktivitäten orthodoxer Jugendgruppen in der Eparchie Saratov und den Umgang der ROK mit der Aids-Epidemie in Russland.
Neben diesen Formen kirchlicher Praxis nehmen wir theologische Entwicklungen in Russland in den Blick. Dabei ermöglicht die Integration des Theologiestudiums in staatliche Universitäten zwar unabhängigere Forschung, dennoch sind "kriegstheologische" Tendenzen sowie die Gefahr einer Politisierung von Kirche und Theologie verbreitet. Diesen Trends diametral entgegengesetzt ist das Ausstellungsprojekt "Heilige vor der Kirchenspaltung", das an das gemeinsame christliche Erbe in Ost und West erinnert.
Neben diesen Formen kirchlicher Praxis nehmen wir theologische Entwicklungen in Russland in den Blick. Dabei ermöglicht die Integration des Theologiestudiums in staatliche Universitäten zwar unabhängigere Forschung, dennoch sind "kriegstheologische" Tendenzen sowie die Gefahr einer Politisierung von Kirche und Theologie verbreitet. Diesen Trends diametral entgegengesetzt ist das Ausstellungsprojekt "Heilige vor der Kirchenspaltung", das an das gemeinsame christliche Erbe in Ost und West erinnert.
RGOW 9/2017: Stagnation und Aktion in Südosteuropa
Beim Westbalkan-Gipfel von Thessaloniki 2003 hat die EU die Staaten des Westlichen Balkan zu „potentiellen Beitrittsländern“ erklärt. Angesichts dringenderer globaler und europäischer Probleme ist der Westbalkan auf der europapolitischen Agenda weit nach hinten gerutscht. Zwar halten sowohl die EU als auch die Machteliten in der Region an der Beitrittsperspektive fest, doch ist die EU vor allem an Ruhe und Stabilität interessiert, was die sich pro-europäisch gebenden Politiker in den Region zum eigenen Machterhalt und -ausbau zu nutzen wissen. Die Beispiele Serbien, Kosovo und Makedonien zeigen die bedenklichen Folgen einer solchen Form der „Stabilokratie“, zumal auch die jüngsten EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumänien nicht davor gefeit sind. Andererseits lässt sich nicht übersehen, dass es mittlerweile in allen Ländern auch starke zivilgesellschaftliche Gruppen gibt, die nicht länger bereit sind, politische Missstände einfach hinzunehmen. Die Bilanz dieser Proteste in Serbien, Makedonien und Rumänien fällt unterschiedlich aus.
OWEP Nr. 3/2017: Populismen in Europa
In Europa geht ein Gespenst um, das besonders die Vertreter der etablierten Parteien aufschreckt: der Populismus. In allen Teilen des Kontinents wird der Ton des gesellschaftlichen Diskurses rauer; angesichts vielfältiger Probleme wird der Ruf nach schnellen Lösungen immer lauter. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Europäische Union, besonders ihre Zentrale in Brüssel, der Unbeweglichkeit und Weltfremdheit vorgeworfen werden. Im Anschluss an den Brexit hat sich die Stimmung in Ländern wie Frankreich, Österreich und den Niederlanden verschärft, ganz zu schweigen von den Entwicklungen in Ungarn und Polen. Auch in Deutschland erhalten populistische Strömungen starken Zuspruch – man denke an die Pegida-Demonstrationen und den Aufstieg der „Alternative für Deutschland“ (AfD).
RGOW 7-8/2017: Polen - Ukraine - Russland
Wie entwickelt sich die polnische Außenpolitik in Anbetracht von Brexit, Trump und Flüchtlingskrise? Die PiS-Regierung riskiert mit ihrer Haltung eine Ent-Europäisierung und Isolation Polens innerhalb der EU, obwohl beispielsweise die katholische Kriche mehrfach zur Aufnahme von Flüchtlingen und Schaffung humanitärer Korridore aufgerufen hat. Die Ukraine hingegen hat mit der Visaliberalisierung einen Fortschritt bei der Annäherung an Europa erreicht, doch innenpolitisch droht eine Rückkehr zu einem patronalistischen politischen System. Außenpolitisch zeigten sich die Spannungen mit Russland sogar am als eigentlich unpolitisch geltenden Eurovision Song Contest. Neben diesen Entwicklungen in Polen und der Ukraine nimmt die neueste RGOW-Ausgabe auch aktuelle Themen in Russland - wie die Verflechtungen zwischen Religion und Politik, das byzantinische Erbe in der Geschichtspolitik, das Gedenken an die Ermordung des Oppositionspolitikers Boris Nemzov sowie die Arbeitsmigration aus Zentralasien - in den Blick.
Polen-Analysen Nr. 202: Kirche und Politik - Blick "von innen" und "von aussen"
Die Polen-Analysen Nr. 202 vom 27. Juni 2017 beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Kirche und Politik in Polen und lassen dazu einen Dominikanerpater und einen Soziologen zu Wort kommen.
Polen-Analysen Nr. 202
Polen-Analysen Nr. 202
























