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Kosovo: Orthodoxer Metropolit trifft hochrangige NATO-Militärs

04. November 2026

Der serbisch-orthodoxe Metropolit von Raška-Prizren, Teodosije (Šibalić), hat bei einem Treffen mit hochrangigen NATO-Militärs eindringlich dazu aufgerufen, die KFOR-Präsenz im Kosovo unverändert beizubehalten. Das sei für die Sicherheit der serbischen Bevölkerung und der kirchlichen Einrichtungen unerlässlich. Der Metropolit äußerte sich dieser Tage bei einem Besuch der NATO-Vertreter im Kloster Gračanica bei Pristina, dem Sitz der orthodoxen Metropolie Raška-Prizren, die den gesamten Kosovo umfasst. Gemeinsam mit dem Metropoliten empfing und informierte auch Abt Sava vom serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani die Gäste.

Der militärischen Delegation gehörten der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, General Alexus Grynkewich, sowie der neue KFOR-Kommandeur Generalmajor Roberto Vergori an. Wie die Metropolie auf ihrer Website mitteilte, habe Metropolit Teodosije seinen Gästen eindringlich die Sorgen der serbischen Bevölkerung hinsichtlich ihrer Sicherheit und Zukunft geschildert. Zudem betonte er, wie wichtig es sei, im Kosovo Rechtsstaatlichkeit, Bewegungs- und Religionsfreiheit zu wahren sowie kirchliches Eigentum zu schützen.

Der Metropolit unterstrich, dass die Präsenz der KFOR und die konsequente, unparteiische Erfüllung ihres Mandats unerlässlich seien, um Frieden und Stabilität zu bewahren und die Sicherheit aller Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Für die serbische Bevölkerung im Kosovo sei das Vertrauen in die internationale Friedenstruppe eine wichtige Stütze im Alltag und in ihrem Bestreben, in ihrer Heimat zu bleiben.

Die Bewahrung des orthodoxen geistlichen und kulturellen Erbes umfasse aber eben nicht nur den Schutz von Denkmälern und Kirchen, sondern auch die Fürsorge für die lebendigen klösterlichen und pfarrlichen Gemeinschaften, die das lokale orthodoxe christliche Erbe seit Jahrhunderten bewahren würden.

Erst im August hatte sich Metropolit Teodosije angesichts von Meldungen, wonach die KFOR ihre Präsenz beim Kloster Visoki Dečani zurückfahren will, höchst beunruhigt gezeigt. Die Ankündigung, die Kosovo-Polizei stärker in die Sicherheitsmaßnahmen für das Kloster zu involvieren, sorgte bei der Serbischen Orthodoxen Kirche im Kosovo für höchste Aufregung. Das Thema wurde zumindest in der Aussendung der Diözese Raška-Prizren aber nicht direkt erwähnt. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)