Russland: Metropolit befürwortet Besetzung weiterer Gebiete in der Ukraine
Metropolit Kirill (Pokrovskij) von Stavropol, der Leiter der Abteilung der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) für die Zusammenarbeit mit den Streit- und Polizeikräften, hat darüber spekuliert, wie weit Russland in der Ukraine gehen werde, um die dortigen Orthodoxen zu „schützen“. In einem Interview mit dem kirchlichen Fernsehsender Spas sagte er, je nach dem wie weit sich die „westlichen Satanisten zurückziehen werden“, und solange eine „Junta“ des jetzigen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj oder des früheren Präsidenten Petro Poroschenko noch Territorien kontrolliere, könnte dort die „Verfolgung“ der orthodoxen Kirche, gemeint ist die Ukrainische Orthodoxe Kirche (UOK), die bis im Mai 2022 dem Moskauer Patriarchat unterstand, möglicherweise weitergehen.
Metropolit Kirill gab sich überzeugt, dass „wir uns vereinigen werden“, die Frage sei nur wann. Offen sei außerdem, wo der Krieg angehalten werde, und was für Bedingungen ein Friedensabkommen enthalten würde. Die Frage sei auch, wie sehr die „Ukraine dieses Abkommen verletzen können wird“, wie sie das mit den Minsker Abkommen zur Beilegung des Kriegs im Donbas getan hätte, und wie sehr Europa „diese Abkommen verletzen können wird“. Dann könne es sein, dass Russland weitergehen und auch Odessa und Kyjiw besetzen werde, führte der Metropolit aus.
Metropolit Kirill trat auch an den jährlich stattfindenden Weihnachtsvorlesungen der ROK auf und bezeichnete dort die ukrainischen Präsidenten als Satanisten. Diese „Satanisten“, seien von den „Unierten, Westlern, der NATO und so weiter“ erzogen worden. Zelenskyj könnte von einer Rakete ausgeschaltet werden, aber es werde nicht gelingen, den Satanismus vollständig zu vertreiben, erklärte Kirill weiter. Dazu sei das Gebet notwendig. Er führte zudem Statistiken des Jahres 2025 an, wonach an der Front 52‘000 Soldaten getauft worden seien und 250‘000 Soldaten die Kommunion empfangen hätten. (NÖK)