Belarus: Zahlreiche polnische katholische Priester müssen Belarus verlassen
Elf polnische katholische Priester der Erzdiözese Minsk-Mohilev erhalten laut der Plattform Christian Vision von den Behörden keine weitere Arbeits- bzw. Aufenthaltserlaubnis und müssen das Land verlassen. Der Erzbischof von Minsk-Mohilev, Iosif Staneuski, soll sich demnach in diesem Zusammenhang mit einem Ersuchen an Präsident Alexander Lukaschenka gewandt haben, die Erlaubnis für diese Priester doch noch zu verlängern. Schon in den vergangenen Monaten wurde in anderen Diözesen einigen polnischen Priestern die Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigungen verweigert.
Betroffenen ist u.a. der polnische Dominikaner P. Roman Schulz, der am 15. August im Rahmen eines Festgottesdienstes zu Mariä Himmelfahrt in Mohilev offiziell verabschiedet wurde. Schulz war seit 2007 in Belarus tätig, zuletzt 13 Jahre in Mohilev. Am Festgottesdienst nahmen auch der Apostolische Nuntius in Belarus, Erzbischof Ignazio Ceffalia, der Metropolit von Minsk-Mohilev, Erzbischof Iosif Staneuski, und der Generalvikar der Erzdiözese Minsk-Mohilev, Bischof Alexander Jaschewski, teil.
Am Vortag hatten die Bischöfe ein Treffen mit den Behörden von Mohilev. Wie staatliche Medien berichteten, erörterten die Vertreter von Kirche und Staat dabei die pastoralen und sozialen Aktivitäten der römisch-katholischen Kirche in der Region Mohilev sowie gemeinsame Initiativen zur Stärkung des Friedens und der nationalen belarussischen Identität.
Über den Festgottesdienst zur Verabschiedung des Geistlichen berichtete auch das offizielle Portal der Katholischen Kirche in Belarus, catholic.by, sehr ausführlich. Noch ausführlicher fiel der Bericht über das Treffen der Bischöfe und des Nuntius mit den Behörden am 14. August aus. Die aktuellen Fälle der polnischen Priester wurden nicht erwähnt. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)