Belarus: Drei katholische Geistliche müssen das Land verlassen
Die belarusischen Behörden haben drei polnischen römisch-katholischen Geistlichen in der Diözese Witebsk die Erlaubnis zu religiöser Tätigkeit nicht verlängert. Den Entscheid traf der Bevollmächtigte für Religions- und Nationalitätenfragen. Die Priester aus Polen müssen Belarus im Mai 2026 verlassen, wobei sei teils seit vielen Jahren im kirchlichen Dienst in Belarus tätig sind.
Der Priester Stansiław Mrzygłód ist der langjährige Vorsteher der Gottesmutterkirche in Braslau, der Priester Zenon Szcząchor dient seit mehr als 35 Jahren in Belarus und war zuletzt Vikar in einer Kirche in Vidzy und der Franziskaner Waldemar Kujawa war in einer Gemeindekirche im Dorf Udelo Vikar. Gleichzeitig erhielten einige andere polnische Geistliche die Erlaubnis, in nächster Zeit ihren Dienst in der Diözese Witebsk weiter zu leisten. Bereits im März mussten zwei langjährige Geistliche der Diözese Pinsk in Belarus verlassen. Paweł Kruczek hatte fast 20 Jahre, Adam Straczyński elf Jahre in Belarus gedient. Die Behörden gaben auch auf Nachfragen keine Gründe an, weshalb sie das Ersuchen des zuständigen Bischofs um die Diensterlaubnis abgelehnt hatten.
Im März war zudem der katholische Priester Anatolij Parachnevitsch aus der Region Minsk vom KGB verhaftet worden. Die Gründe blieben unklar, wobei Gläubige einen Zusammenhang mit seinen heimatkundlichen Aktivitäten vermuten. In deren Rahmen pflegte er auch die Erinnerung an Polen, die auf dem Gebiet des heutigen Belarus umgekommen waren. (NÖK)