Österreich: Leitungswechsel bei der Stiftung „Pro Oriente“
19. April 2018
Die Stiftung „Pro Oriente“ muss sich künftig besonders bemühen, jene Kräfte in den orthodoxen Kirchen zu stärken, die pro-ökumenisch eingestellt sind. Das hat der neue Präsident der Stiftung, Alfons Kloss, im Interview des aktuellen Pro Oriente-Magazins betont. In dem Doppelinterview mit dem scheidenden Präsidenten Johann Marte erklärte letzterer, angesichts der Herausforderungen der Globalisierung sei Pro Oriente wichtiger denn je. Zwar seien die „theologischen Fragen mehr oder weniger abgehandelt“, aber die „größte Sünde der Ökumene“ sei die Vergesslichkeit. So gerate vieles, was „in den letzten Jahrzehnten in offiziellen und inoffiziellen Dialogen erreicht worden ist“, in Vergessenheit oder sei nicht richtig rezipiert worden.
Marte, der seit 2001 Präsident der Stiftung Pro Oriente war, übergibt das Amt an Alfons M. Kloss, der Österreich seit 2011 beim Heiligen Stuhl als Botschafter vertritt. Nach 40 Jahren als Diplomat im Staatsdienst freue er sich nun, in den nächsten Jahren der Kirche zu dienen. In dem Interview schildern Marte und Kloss, wie sie die Aufgaben und Stärken der Stiftung sehen. Zu den Stärken gehört für Marte, dass Pro Oriente den „Dialog inoffiziell und auf wissenschaftlicher Ebene“ führe und die Gesprächsteilnehmer dadurch unabhängig seien, so seien viele kleine Schritte möglich. Kloss fügte hinzu, dass die Bedeutung der Ökumene im Vatikan sehr hoch geschätzt werde. Dabei sei auch der gesellschaftliche Aspekt wichtig, für den Pro Oriente über großes Potenzial verfüge.
Pro Oriente habe „seit Jahrzehnte auch eine informelle diplomatische Rolle gespielt“, erklärte Kloss, was wichtig sei, da Religion in vielen Weltregionen eine größere Rolle als in Österreich spiele. Deshalb „muss sich die Außenpolitik intensiv mit religiösen Entwicklungen beschäftigen“. Neben dem wissenschaftlich-theologischen Dialog sieht er einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit in der konkreten Ökumene, „etwa den gemeinsamen Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung“. (NÖK)
Marte, der seit 2001 Präsident der Stiftung Pro Oriente war, übergibt das Amt an Alfons M. Kloss, der Österreich seit 2011 beim Heiligen Stuhl als Botschafter vertritt. Nach 40 Jahren als Diplomat im Staatsdienst freue er sich nun, in den nächsten Jahren der Kirche zu dienen. In dem Interview schildern Marte und Kloss, wie sie die Aufgaben und Stärken der Stiftung sehen. Zu den Stärken gehört für Marte, dass Pro Oriente den „Dialog inoffiziell und auf wissenschaftlicher Ebene“ führe und die Gesprächsteilnehmer dadurch unabhängig seien, so seien viele kleine Schritte möglich. Kloss fügte hinzu, dass die Bedeutung der Ökumene im Vatikan sehr hoch geschätzt werde. Dabei sei auch der gesellschaftliche Aspekt wichtig, für den Pro Oriente über großes Potenzial verfüge.
Pro Oriente habe „seit Jahrzehnte auch eine informelle diplomatische Rolle gespielt“, erklärte Kloss, was wichtig sei, da Religion in vielen Weltregionen eine größere Rolle als in Österreich spiele. Deshalb „muss sich die Außenpolitik intensiv mit religiösen Entwicklungen beschäftigen“. Neben dem wissenschaftlich-theologischen Dialog sieht er einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit in der konkreten Ökumene, „etwa den gemeinsamen Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung“. (NÖK)