RGOW 2/2026: Brückenfunktion. Zentralasien in einer polarisierten Welt

Für China stellt Zentralasien das „Tor nach Europa“ dar. Es ist der wirtschaftliche Hegemon in der Region, auch wenn am C5+1 Gipfel der fünf zentralasiatischen Staatschefs mit US-Präsident Donald Trump im November 2025 Handelsabkommen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar unterzeichnet wurden. Aufgrund historisch enger Beziehungen sind die zentralasiatischen Länder für Russland zur Umgehung von westlichen Wirtschaftssanktionen attraktiv, und auch die EU versucht, die Region als strategischen Partner enger an sich zu binden.
Zentralasien nimmt so in mehrfacher Hinsicht eine Brückenfunktion in einer polarisierten Welt ein, wobei die Region keineswegs nur ein passiver Schauplatz für den Wettbewerb der Großmächte ist. Vielmehr loten die fünf zentralasiatischen Länder ihre internationalen Handlungsmöglichkeiten aus, wozu eine neue regionale Zusammenarbeit beiträgt, erleichtert durch die Angleichung der politischen Systeme : In allen Ländern haben sich personenbezogene autokratische Regime etabliert.
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Leseprobe: Kirill Butekov: Von der Front ins Gefängnis: Zentralasiatische Soldaten in der russischen Armeee
INHALT
ZENTRALASIEN
Temur Umarov
Konsolidierung und Kooperation. Die neue Normalität in Zentralasien
Katja Mielke
Regionale Ordnung im Wandel? Zentralasien und Afghanistan seit 2021
Mahabat Sadyrbek
Symptom eines Systemwandels: Parlamentswahlen in Kirgistan
Anja Mihr
Stark verschlechtert. Menschenrechte in Zentralasien
Kirill Buketov
Von der Front ins Gefängnis: Zentralasiatische Soldaten in der russischen Armee
Nurul Rakhimbekov
Sanktionsumgehung. Zentralasien als neuer Standort russischer Unternehmen
Diana T. Kudaibergenova
Gegen die Macht: Protestkunst in Zentralasien
BELARUS
Hanna Valynets, Tanya Hendzel
Tauschgeschäft. Politische Gefangene und belarusischer Kali-Export