Republik Moldau: Metropolit betont die Einheit mit Rumänien
Zum Tag der Vereinigung der rumänischen Fürstentümer am 24. Januar hat Metropolit Petru (Părinte) von Bessarabien, das Oberhaupt der Rumänischen Orthodoxen Kirche (RumOK) in der Republik Moldau, die Vereinigung von 1859 als ein Werk der göttlichen Vorsehung bezeichnet, die die Geschichte auf den „natürlichen Weg der Einheit“ gebracht habe. Sie sei ein Zeichen für das tiefe Verständnis, dass das „rumänische Volk an beiden Ufern des Flusses Prut“ verbunden sei. Aktuell sei zu beobachten, wie die „natürlichen Verbindungen zwischen Brüdern mit stetigen Schritten wiederhergestellt werden“. Das Einschlagen des „europäischen Wegs“ durch die Republik Moldau, die „beispiellose Nähe zum Mutterland“ und die gemeinsamen Bemühungen staatlicher Institutionen und der Zivilgesellschaft zeigten, dass die „Einheit in ihrem Kern schon wiederhergestellt ist“. Nur die abschließende Form sei noch nicht gefunden. Weiter zeigte sich Metropolit Petru überzeugt, dass die „Brüder wieder zusammenleben werden“, wie das zur Zeit der Vereinigung der Fall gewesen sei.
Metropolit Teofan (Savu) von der Moldau und Bukowina sagte, die Vereinigung sei mit Gottes Hilfe und durch mutige Menschen mit einer Vision möglich gewesen. Nur ein Schatten habe die Vereinigung belastet, nämlich dass nur ein Teil der Moldau mit der Walachei vereint worden sei. Möglicherweise werde es der heutigen Generation möglich sein, zu „vollenden – zumindest teilweise –, was damals nicht vollendet oder inzwischen verloren wurde“.
Der rumänische Patriarch Daniel bezeichnete die Vereinigung in seiner Botschaft als Krönung eines Prozesses, zu dem die RumOK entscheidend beigetragen habe. Die Vereinigung von 1859 sei nicht die „mindere“, sondern die grundlegende Vereinigung, die die Grundlage für die Bildung des rumänischen Staats 1862 und aller weiteren Etappen auf dem Weg zu einem unabhängigen rumänischen Nationalstaat geschaffen habe. Auch für die offizielle Anerkennung der Autokephalie der RumOK habe die Vereinigung von 1859 den Grundstein gelegt. Abschließend bat er um göttliche Hilfe, um das „Geschenk der nationalen Einheit zu bewahren und zu pflegen, die durch viele Opfer und viele spirituelle und materielle Mühen zum Wohl des rumänischen Volks erworben wurde“.
1859 vereinigten sich die beiden Donaufürstentümer Walachei und Moldau, indem beide Alexandru Ioan Cuza zu ihrem Fürsten wählten. 1861 wurde das Fürstentum Rumänien proklamiert, 1881 wurde es in das Königreich Rumänien umgewandelt. Das Territorium der vereinten Fürstentümer umfasste allerdings erst einen Teil des heutigen Rumäniens. Die heutige Republik Moldau gehörte in der Zwischenkriegszeit zum Königreich Rumänien. (NÖK)