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Russland: Schojgu schenkt Armeekathedrale Ikone mit Darstellungen des Ukraine-Kriegs

12. März 2026

Der Sekretär des Sicherheitsrats der Russischen Föderation, Sergej Schojgu, hat der Hauptkathedrale der russischen Streitkräfte eine mehrteilige Ikone mit dem Hl. Sergij von Radonesch im Zentrum geschenkt. Die aufklappbare Ikone stellt eigentlich eine tragbare Ikonostase dar. Sie wurde auf Bestellung der Stiftung Kuzhuget Schojgu (Sergej Schojgus Vater) und nach einer Idee Sergej Schojgus geschaffen. Die Armeekathedrale war auf Initiative Sergej Schojgus, der damals Russlands Verteidigungsminister war, entstanden. Die Ikone sei seine Gabe an die Kathedrale, sagte Schojgu bei der Übergabe. Sie wird dauerhaft in der Apsis des Hl. Alexander Nevskij ausgestellt.

Im Zentrum der Ikone ist der Hl. Sergij von Radonesch zu sehen, darum herum Darstellungen von Heiligen in Form von silbernen Basreliefs. Im obersten Teil ist die Deesis dargestellt. Auf den Flügeln der Ikone sind sechs „für die russische Geschichte bedeutende Schlachten und Ereignisse“ zu sehen, die militärischen Heldenmut symbolisieren sollen. Dort sind die Schlacht auf dem Peipussee von 1242, die Schlacht von Poltava 1709, der Vaterländische Krieg (Napoleons Russlandfeldzug 1812), der Große Vaterländische Krieg (der Zweite Weltkrieg), die Annexion der Krim und die „Militärische Spezialoperation“ gegen die Ukraine abgebildet. Auf der Außenseite der Flügel sind zentrale Objekte des Verteidigungsministeriums dargestellt: die Armeekathedrale, die Arktisbasis „Arktisches Dreiblatt“, das nationale Zentrum der Verteidigungsverwaltung in Moskau und das Marinemuseum in Kronstadt.

Die 2020 eingeweihte Armeekathedrale ist die drittgrößte Kirche in Russland, nach der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau und der Isaakskathedrale in St. Petersburg. Sie geriet kurz vor der Eröffnung in einen Skandal, da Bilder von für die Kathedrale gedachten Mosaiken publik wurden, auf denen der russische Präsident Vladimir Putin, der damalige Verteidigungsminister Schojgu und der kommunistische Anführer Josef Stalin abgebildet waren. Die Mosaike wurden schließlich nicht in der Kathedrale angebracht. (NÖK)