Russland: Auch Italien gegen EU-Sanktionen gegen Patriarch Kirill
Auch Italien dürfte sich gegen geplante EU-Sanktionen gegen den Moskauer Patriarchen Kirill aussprechen und sich damit der Position Bulgariens anschließen. Das erklärten drei mit den Beratungen vertraute EU-Diplomaten gegenüber dem Infoportal "Politico". Ein Sprecher der Ständigen Vertretung Italiens bei der EU lehnte eine Stellungnahme dazu allerdings ab.
Brüssel will eigentlich mit dem aktuellen Sanktionspaket gegen Russland auch den Moskauer Patriarchen ins Visier nehmen. Das Kirchenoberhaupt unterstützt den Angriffskrieg gegen die Ukraine und lobt regelmäßig den Kurs von Staatschef Vladimir Putin. Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Putin und Kirill ist, hatte Letzterer erst wieder am 12. Juni, am "Tag Russlands", demonstriert. Kirill würdigte in einer Botschaft die Entwicklung Russlands unter der Führung Putins. Russland sei heute "ein Beispiel für echte Souveränität und nationale Identität, erfolgreiche soziale und wirtschaftliche Entwicklung sowie eine harmonische Verbindung von technologischem Fortschritt mit dem Bekenntnis zu traditionellen moralischen Werten".
Der Patriarch dankte Putin zudem für seine "ständige Aufmerksamkeit für das Leben der Russischen Orthodoxen Kirche" und zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden, religiösen Gemeinschaften, öffentlichen Organisationen und "allen Menschen guten Willens" es dem Land ermöglichen werde, künftige Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Nation zu schützen. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)