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Ungarn: Grenzüberschreitendes Kirchen-Jubiläum in Esztergom

02. Juli 2026

Vor dem Hintergrund der historisch bedingten Spannungen zwischen Ungarn und der Slowakei haben die Spitzen der katholischen Kirche in den beiden Ländern vor genau 20 Jahren gegenseitig um Vergebung gebeten und zu Aussöhnung in Kirche und Gesellschaft aufgerufen. Im Zeichen der Erinnerung an den Jahrestag stand am 27. Juni ein Gottesdienst mit dem Budapester Kardinal Peter Erdő und Bischof František Trstenský sowie mehreren Tausend Gläubigen aus der slowakischen Diözese Spiš in der Basilika von Esztergom in Ungarn. Unmittelbarer Anlass war eine Wallfahrt zum 250-Jahr-Jubiläum der Gründung der Diözese Spiš, die über Jahrhunderte zur Erzdiözese Esztergom gehörte.

Bischof Trstenský betonte in seiner Homilie, die Pilger seiner Heimat seien nach Esztergom gekommen, um für ihre Wurzeln zu danken und zum Ausdruck zu bringen, dass sie am selben Altar stünden - "als Brüder und Schwestern in Christus". Die Zukunft hänge nicht nur davon ab, was man geerbt habe, sondern auch davon, was man an die kommenden Generationen weitergebe. Weitergeben könne man jedoch nur das, was man selbst lebe: den erneuerten Entschluss, Christus nachzufolgen, so der Bischof. Kardinal Erdő rief dazu auf, in der Weltkirche als echte Gemeinschaft zu leben und die geistliche sowie seelsorgliche Verbundenheit mit den benachbarten Diözesen zu bewahren.

Am 29. Juni 2006 hatten Kardinal Erdő für die Ungarische Bischofskonferenz und der damalige Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, František Tondra (1936-2012), während eines Gottesdienstes in der Basilika von Esztergom Briefe beider Bischofskonferenzen über Versöhnung und Zusammenarbeit unterzeichnet. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)