Rumänien: Patriarch Daniel feiert Inthronisationsjubiläum

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Am Dankgottesdienst zum 14. Jahrestag seiner Inthronisation hat der rumänische Patriarch Daniel erklärt, es komme „nicht so sehr auf die Zahl der Jahre an“, sondern darauf, die Zeit zur Verehrung Gottes und dem Helfen zu verwenden. Er dankte Gott für die Arbeit der Kirche, die nicht er allein, sondern gemeinsam mit den Geistlichen und Laien sowie Kircheninstitutionen geleistet habe, aber auch in Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen. Patriarch Daniel wurde am 30. September 2007 inthronisiert.

Kurz nach seinem Amtsantritt richtete Patriarch Daniel das Basilica Pressezentrum ein, da er eine stärkere Präsenz der Rumänischen Orthodoxen Kirche (RumOK) in den Medien als dringend notwendig erachtete. Zu Basilica gehören die Radio- und Fernsehstationen Trinitas, die Zeitung Lumina, die Nachrichtenagentur Basilica und ein Pressebüro. Ebenfalls im Jahr seiner Inthronisation richtete Daniel die Reiseagentur Basilica ein, die von Geistlichen geführte Touren zu religiösen Stätten anbietet. 2018 wurde zudem die monumentale Kathedrale der Erlösung des Volks fertiggestellt und vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios eingeweiht.

Ein besonderes Augenmerk richtete Patriarch Daniel auch auf die karitative Arbeit. In Zusammenarbeit mit den Behörden wurden Dutzende soziale Institutionen und Programme eingerichtet. Auch die Bedürfnisse der Diaspora erhielten unter Daniel vermehrt Aufmerksamkeit. Bereits in seinem ersten Amtsjahr 2007 gründete er neue Eparchien in Europa sowie in Australien und Neuseeland, um der umfangreichen Emigration aus Rumänien nach Westeuropa und Übersee gerecht zu werden. Zwischen 2011 und 2019 überarbeitete der Hl. Synod unter der Leitung von Patriarch Daniel zudem das Statut der RumOK. Die Änderungen wurden im Februar 2020 publiziert. Als historisches Ereignis während Daniels Amtszeit gilt auch der Besuch von Papst Franziskus im Mai 2019.

Die offizielle Feier zum Inthronisationsjubiläum fand am 30. September in der Residenz und Kathedrale des Patriarchen statt. Aufgrund der geltenden Corana-Maßnahmen war die Teilnehmerzahl begrenzt. Neben den Vikarbischöfen des Patriarchats und Eparchie Bukarest waren die ständigen Mitglieder des nationalen Kirchenrats sowie die ständigen Mitglieder des Rats der Eparchie Bukarest anwesend. (NÖK)

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