Russland: EU verzichtet auf Sanktionen gegen Patriarch Kirill

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Die EU wird Medienberichten zufolge vorerst keine Sanktionen gegen den Moskauer Patriarchen Kirill aufgrund dessen Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängen. Das sechste EU-Sanktionspaket gegen Russland sei nach langem Ringen gebilligt worden, allerdings ohne die vorgesehene Passage über Strafmaßnahmen wie etwa ein Einreiseverbot für das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt und das Einfrieren seines Vermögens, bestätigten mehrere Diplomaten am 2. Juni der Deutschen Presseagentur dpa. Grund dafür sei der Widerstand Ungarns gegen die Sanktionen gegen Kirill gewesen.

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán hatte bereits Anfang Mai im ungarischen Radio gesagt, seine Regierung werde "es nicht zulassen", dass "führende Kirchenmitglieder auf eine Sanktionsliste gesetzt werden". Dass Ungarn Sanktionen auch gegen Kirill nicht gutheiße, sei seit langem bekannt, erklärte zuletzt noch ein Sprecher Orbáns. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

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